Die 70er- und 80er-Jahre waren gut für Musik, Frisuren und Mode, aber eher schwierig, wenn es um Wein ging. Die durstigen Babyboomer brauchten für ihre Partys etwas zu trinken und griffen oft zu süßlicher, billiger Plörre. So wurde die Liebfrauenmilch aus Deutschland zum Exportschlager, und italienischer Lambrusco wurde auf WG-Partys am liebsten direkt aus der Literflasche getrunken.

Auch heute noch gibt es furchtbare Lambruscos, aber eben auch richtig gute – wie den von Cavaliera. Besitzer Lorenzo besinnt sich auf die alten Methoden. Die Weine werden in der Flasche vergoren und trocken ausgebaut. Aufgrund der hohen Qualität hat sein Lambrusco in den letzten Jahren Verkostungen gewonnen und mehr Aufmerksamkeit in der Presse bekommen, als es einem Lambrusco normalerweise zusteht. Dieser Wein reifte über zwei Jahre in der Flasche auf der Hefe und ist aromatisch, erfrischend und lang anhaltend.

Der Wein ist dunkelrot mit feinem, pinkem Schaum. Er duftet intensiv nach reifen Kirschen, Brombeeren und schwarzem Tee. Die Kohlensäure prickelt am Gaumen, und der Wein zeigt sich saftig und intensiv, mit frischer Säure und guter Länge.

90/100 Punkten Konstantin Baum


Einheit:
0,75 l
Jahrgang:
2020
Weinart:
Perlwein, Rotwein
Rebsorte:
Lambrusco Grasparossa
Geschmack:
trocken
Alkoholgehalt:
12%
Ausbau:
Edelstahltank
Trinktemperatur:
8 - 10 °C
Trinkreife:
2026 - 2030
Herkunft:
Italien
Region:
Emilia-Romagna
Weingut:
Cavaliera 41014 Castelvetro di Modena
Ökosiegel:
biologisch
Zusatzstoffe:
enthält Sulfite