Gut zweieinhalb Stunden östlich von Kapstadt liegt ein uralter Chenin-Blanc-Weinberg. Die Reben wurzeln auf 800 Metern über dem Meeresspiegel in kargem Schieferboden. Dank der Hilfe zahlreicher talentierter Winzer wurde der Weinberg zunächst wiederentdeckt, anschließend revitalisiert und bringt heute – im Rahmen des Patatsfontein-Projekts – außergewöhnliche Weine hervor.

Die Rebsorte Chenin Blanc spielt in Südafrika schon lange eine bedeutende Rolle und wird dort häufig unter dem Namen Steen abgefüllt. Auf Afrikaans bedeutet Steen „Stein“, und als ich den Wein zum ersten Mal verkostete, dachte ich sofort: „Das passt!“ Der Wein ist komplex, leicht reduktiv, würzig und salzig – und er begeisterte mich vom ersten Moment an. Ich hatte das Gefühl, dass er den Charakter dieses außergewöhnlichen Weinbergs direkt ins Glas transportiert und mich beim Verkosten zwischen die knorrigen alten Reben versetzt.

Der Wein duftet nach Birne, Wachs und einem Hauch von angezündetem Streichholz. Am Gaumen präsentiert er sich gradlinig und erfrischend, mit einer belebenden Säure, die harmonisch in eine cremige Textur eingebettet ist. Der Abgang ist lang, und der Wein hinterlässt einen leicht salzigen Nachgeschmack.

92/100 Punkte Konstantin Baum

93/100 Punkte Vinous (für den 2022er Jahrgang)

Einheit:
0,75 l
Jahrgang:
2024
Weinart:
Weißwein
Rebsorte:
Chenin Blanc
Geschmack:
trocken
Alkoholgehalt:
12,5%
Trinktemperatur:
10-12
Trinkreife:
2025 - 2033
Herkunft:
Südafrika
Region:
Montagu