2019 Chevillard Mondeuse
2019 Chevillard Mondeuse
Noten von reifen Kirschen, Brombeeren und Kräutern steigen aus dem Glas empor. Am Gaumen zeigt sich der Mondeuse gradlinig und intensiv mit feinen Tanninen und einem langen erfrischenden Abgang.
91/100 Punkte Konstantin Baum
Ja, ich habe ja eine Schwäche für obskure Rebsorten. Die Rebsorte, aus der der heutige Wein gemacht wurde, ist so selten, dass es Euch keiner verübeln kann, wenn Ihr noch nie von ihr gehört habt. Sie wird im Savoie und in der Schweiz sowie in homöopathischen Mengen in anderen Ecken der Welt angebaut. Die Tatsache, dass diese Sorte obskur ist, ist aber nicht der einzige Grund, warum ich hier über sie schreibe. In den richtigen Händen kann Mondeuse hervorragende Weine hervorbringen. Sehr gute Exemplare erinnern an Cru Beaujolais, kombiniert mit einem großen Cabernet Franc von der Loire.
Matthieu Goury von Chevillard arbeitet auch bei seinem Mondeuse mit geringen Erträgen und einem längeren Ausbau in alten Barriquefässern. Im Weinberg arbeitet er biologisch, und im Keller kommt Matthieu fast ohne Maschinen aus und erzeugt so handwerkliche Weine – im wahrsten Sinne des Wortes. Sein Mondeuse hat einen niedrigen Alkoholgehalt, aber dennoch viel Strahlkraft und Komplexität. Leider habe ich nur noch wenige Flaschen von dem 2019er im Lager …
Noten von reifen Kirschen, Brombeeren und Kräutern steigen aus dem Glas empor. Am Gaumen zeigt sich der Mondeuse gradlinig und intensiv mit feinen Tanninen und einem langen erfrischenden Abgang.
91/100 Punkte Konstantin Baum